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Ein Haus klimaschonend bauen

Klimaneutral bauen – das klingt nach einer echten Herausforderung. Und dennoch lohnt sich ein genauer Blick: Denn obwohl das Bauen einen Hauses zunächst einen großen Material- und Energiebedarf bedeutet, könnt ihr beim Planen und Bauen eines Hauses schon in der Architektur vieles richtig machen – und CO2 sogar dauerhaft in euren „Vier Wänden“ speichern.

Das sind die drei wichtigsten Grundregeln, um euren Traum vom eigenen Heim möglichst klimafreundlich zu gestalten:

  • Klein bauen, geringe Wohnfläche pro Kopf
  • Holzbauweise wählen, CO2 binden
  • Falls möglich: Im Bestand bauen / energetisch sanieren

Darüberhinaus solltet ihr auch über den CO2-Fußabdruck eures Hauses im Betrieb nachdenken. Am besten nutzt ihr regenerative Energie- und Wärmequellen, um euer Haus möglichst klimaneutral zu versorgen (mehr dazu weiter unten).

Die drei Grundregeln beim Bau:

Klein bauen

Je weniger bewohnbare Fläche ihr errichtet, desto weniger müsst ihr diese Heizen. Natürlich fallen bei eiffizienter Auslastung auch geringere Materialkosten an. Generell gilt: Die benötigte Wohnfläche pro Einwohner reduzieren, z.B. durch smarte Architektur, gute Schnitte, Gemeinschaftsflächen und den Verzicht auf luxuriöse und ausschweifende Wohnformen.

  • Aktuell liegt der durchschnittliche Wohnflächenverbrauch pro Kopf bei 46,7 qm, vor allem getrieben durch die hohe Zahl an Ein-Personen-Haushalten
  • 1950 lag der durchschnittliche Verbrauch noch bei 14qm.
  • Die 2000-Watt-Gesellschaft bietet Modelle und Leitfäden für nachhaltige Wohnformen

Holzbauweise wählen

Holz ist nicht nur ein flexibler, kreativer und hochwertiger Baustoff, sondern bindet auch noch CO2. Während bei der Zementherstellung ein Großteil der weltweiten CO2-Emissionen anfallen, lässt sich durch den Baustoff Holz der Anteil energieintensiver Arbeitsschritte deutlich reduzieren. Hier die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:

  • Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und häufig regional verfügbar
  • Holzbau lässt sich leicht an Nutzungsbedingungen und Wünsche anpassen
  • Die Bauzeit verkürzt sich durch den hohen Vorfertigungsgrad
  • Holz besitzt eine sehr gute wärmedämmende Eigenschaft
  • Holz ist bei gleicher Tragfähigkeit deutlich leichter als Stahl und weist fast die gleiche Druckfestigkeit auf wie Beton
  • Holz sorgt für ein gesundes Wohnklima und eine hohe Wohnqualität.

Im Bestand bauen

Großes „nachhaltiges“ Potenzial ergibt sich auch durch die Sanierung und den Umbau von Bestandsgebäuden. Dadurch wird nicht nur der Flächenverbrauch, sondern auch der Materialaufwand geschont. Vor allem durch die Umnutzung und -strukturierung bestehender Gebäude lassen sich wahre Klimaschätze heben.

Natürlich muss im Einzelfall und je nach Gebäudesubstanz entschieden werden. Doch vielleicht ergibt sich ja für dich eine einmalige Gelegenheit für ein individuelles Wohnkonzept im Bestand, bevor du mit einem Neubau deinen CO2-Fußabdruck in ein neues Fundament gießt.

Wenn du im Besitz eines alten Hauses bist, dann checke hier die Top4 der energetischen Sanierungsmaßnahmen:

  1. Heizkesseltausch
  2. Neue Fenster
  3. Dachdämmung
  4. Fassadendämmung

Wer dabei auch noch ökologische Baustoffe und Materialien verwendet, kann auf Fördergelder hoffen. Das Bundesministerium für Energie und Wirtschaft hat hier auch eine Übersicht zusammengestellt.

Wer hilft mir konkret bei einer nachhaltigen Bauweise weiter?

Wir haben hier ein paar Anbieter/Baufirmen herausgesucht, die dich bei der Planung und Ausführung deines ökologischen, klimaneutralen Bautraums unterstützen können:

 

Inspiration

In Wien ist in den vergangen Jahren das erste Holz-Hochhaus entstanden, das „HoHo Wien„. Ein paar schöne Einfamilienhäuser hat der Callwey Verlag hier zusammengestellt. Und Houzz bietet diese schöne Übersicht astreiner Holzhäuser rund um Hamburg.

 

Regenerative Energie- und Wärmeversorgung

Strom durch Sonne

Steht euer Haus im Schatten eines Wolkenkratzers? Wohl kaum. Auch wenn euer Dach nicht optimal geneigt und in Richtung Süden ausgerichtet ist, lohnt sich unter Umständen die Installation einer  Photovoltaikanlage (Stromerzeugung).

Wer keine Möglichkeit hat, gleich das ganze Dach mit Panelen zu pflastern, für den kommen ggf. Solarmodule für die Steckdose infrage, um den Eigenbedarf an Strom zumindest teilweise mit Sonnenenergie vom Balkon oder der Fassade zu decken.

Bei Eigennutzung der erzeugten Energie stellt sich natürlich die Frage der Speicherung, die kontrovers diskutiert wird. Eigene, konventionelle Speichersysteme (Akkus) sind in Herstellung und Entsorgung derzeit noch alles andere als nachhaltig. Wenn du dich zu dem Thema informieren möchtest, bietet energyload.eu hier einen guten aktuellen Überblick.

Einen guten Kompromiss bietet die (teilweise) Eigennutzung bei optionalem Zukauf von Strom im Bedarfsfall. Unter Umständen ist auch eine Strom-Community oder ein Strom-Cloud-Angebot für dich interessant, um die eigene erzeugte Energie bei Bedarf wieder abzurufen (wobei es sich selbstverständlich dabei nicht um deine eigene Energie handelt). Doch das wird zu Recht kontrovers diskutiert.

 

Ökostrom beziehen

Wenn du keine Möglichkeit hast, dich über weite Teile des Jahres mit selbst erzeugter Energie zu versorgen, empfiehlt es sich selbstverständlich Ökostrom zu beziehen. Welches der aktuell beste „echte“ Ökostrom-Anbieter ist, erfährst du in unserem Ratgeber Ökostrom.

Wärmeversorgung

Solarthermie- (Warmwasser / Heizung)

…dieser Bereich befindet sich noch im Aufbau…

Quellen

Bild: pixabay

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